Vom 23.-30. September fand die Weltmeisterschaft im Flying Dutchman an der italienischen Mittelmeerküste in Scarlino statt. Insgesamt waren 102 Schiffe, aus 20 Nationen am Start.

Für Tim Wechsler und Benedikt Nagel, vom MTV Dießen und der Segelgemeinschaft Augsburg, war es zwar schon die 2. Weltmeisterschaft in dieser Bootsklasse, wohl aber das erste große Event am Meer. Dieser Umstand erforderte erstmal Eingewöhnung da hier die Wellen und Strömungsverhältnisse anders und ungewohnt sind als bei ihrem Heimatrevier, dem Ammersee. Um die Kenntnisse im neuem Revier aufzubessern, trainierten sie schon vor den ersten geplanten Wettfahren und stellten sich auf die hohe und steile Welle ein. Das Mittelmeer zeigte sich gleich von seiner besten Seite und der Mistral-Wind blies stark mit 5-6 Bft. So waren die Verhältnisse die nächsten drei Tage, an denen die Ausscheidungsrennen mit sechs Wettfahrten stattfanden. Hier segelte man drei Tage lang in täglich wechselten Flotten um einen möglich fairen Überblick und die Leistungsstufen der einzelnen Mannschaften zu bekommen. Danach wurde die Flotte in die Gold- und Silberflotte geteilt. Die starken Winde und die steile Welle waren nicht so ganz ihre täglichen Trainingsbedingungen, trotz alledem konnten Wechsler/Nagel mit 4 mittelmäßigen Rennen und 2 tollen Läufen (12 und 19) in die Goldfleet segeln.

Bis zu diesem Tag konnten sie ihre gesamte Konkurrenz, die auch noch um den U-26 Weltmeistertitel kämpfte, trotz besonders starker Teams aus Spanien und Italien, sowie aus Deutschland, gut in Schach halten.
Sie qualifizierten sich mit einem sehr guten 42. Platz für die Goldflotte, doch nun ging es mit deutlich stärkere Konkurrenz weiter. Mit dem Ziel ihren Platz zu halten und vielleicht den ein oder anderen „Talentlauf“ durchzuführen, starteten die beiden in die letzte Phase der Weltmeisterschaft. Der Wind hatte nun über die Tage deutlich abgenommen und blies die letzten 2 Tage deutlich schwächer mit nur noch 2-3 Bft, welches auch mehr den Bedingungen vom Ammersee entsprach. Sie konnten nicht direkt an ihre guten Leistungen in der Vorrunde anschließen und erzielten einen 32 und 43 Platz. Das entsprach nicht ganz ihren Erwartungen, denn schlechte Starts und die notgedrungene Wahl der falschen Seite führten zu den Platzierungen im hinteren Teil der Goldfleet.

Das wollten sie natürlich am nächsten Tag ändern. Der sechste und somit letzte Tag der WM war ähnlich wie der fünfte, leichte Windbedingungen aus nördlicher Richtung und wenig Welle. Die Startphase verlief vielversprechend und sie konnten sich gut positionieren. An der ersten Markierung waren Wechsler/Nagel etwa an 20. Position. Diese konnten sie auch mehr oder weniger halten und fuhren als 28. ins Ziel. Insgesamt ein erfolgreicher Abschluss einer erfolgreichen Weltmeisterschaft. Ihre Konkurrenz hatten die beiden mittlerweile deutlich zurückgelassen, das nächste Juniorenteam war GER 22, die Sparringspartner aus Herrsching, auf dem 56. Somit konnten die beiden jungen Segler den Jugendweltmeister Titel mit nach Dießen nehmen.