An einem schönen Samstag schmissen wir die Leinen von der Boje los, um pünktlich zum Start um 12:00 Uhr in St. Alban zu sein. Wir- das sind zwei Dießener Gäste, Roland Kratzer und Stephan Hiebler, unser Motorwart Fabian Högg und ich, Sebastian Graf. Auch wenn der Wind uns fast im Stich ließ, schafften wir es gerade rechtzeitig an die Startlinie, wo sich schon 70 Boote tummelten und die optimale Startposition suchten.

Der Start gelang im vorderen Drittel, aber schon der Kurs zur ersten Boje in Eching wurde zum Lotteriespiel, da uns der Wind zwischenzeitlich zu einer Badepause zwang. Unser H-Boot, die Kunissa, ist ein alter Hase auf der 24h-Regatta. Wir, die Crew, waren komplette Neulinge. Im Laufe der Regatta wurden wir von Manöver zu Manöver sicherer, Wende – Spinnaker setzen und bergen – Vorfahrtsregeln und Taktiken an der Boje, jedesmal klappte es besser.

Mit der Dunkelheit kamen ein paar stramme Böen und auch Regen, der den einen oder anderen Mitbewerber in den Heimathafen schickte. Unerschrocken trotzte die Kunissa und Ihre Crew dem Sturm, der Dunkelheit und dem Regen, reichliches und leckeres Proviant hielt die Laune der Mannschaft hoch. Die enge, aber gemütliche Koje ermöglichte eine Mütze Schlaf.

Leider schenkte uns das Wetter keinen Sonnenaufgang, sondern Regenschleier am Morgen. Frischer Kaffee und Kuchen belebte die Geister und gegen sechs Uhr schwenkten wir in St. Alban in die vierte Runde ein. Boje eins war bald passiert, aber vor dem Rieder Eck holte uns die Flaute ein, in der wir dann in Sichtweite der Herrschinger Bojen mit dem 12-Uhr Schlag das Ende der Regatta erlebten. In der Gesamtwertung landeten wir als zweites von vier H-Booten auf dem insgesamt respektablen 22. Platz.  

Eine Regatta durch die Nacht mit so vielen Booten am Ammersee ist ein besonderes Erlebnis, wir hatten riesig Spaß! Vielen Dank dem Veranstalter, dem Segelclub Landsberg e.V., vielen Dank der tollen Crew, wir freuen uns schon aufs nächste Jahr!

Sebastian Graf